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Bildbearbeitung

Lightroom – Sammlungen

Schon mal über Sammlungen als Quelle für einen Veröffentlichungsdienst nachgedacht?

 

Es bietet durchaus Vorteile dies in Betracht zu ziehen.
Lass mich das hier einmal aus der Sicht einer Galerie demonstrieren:

Zuerst brauchen wir eine Sammlung.
Die legt man über das kleine Plus-Symbol im Bereich Sammlungen an.

Da ich als Beispiel eine Galerie im Auge habe, lege ich zuerst einen Sammlungssatz an.
Sammlung1

Sammlung2

Danach erstelle ich die Sammlungen (in meinem Beispiel „normale“ Sammlungen):
Sammlung3

Nach dem Anlegen von zwei Sammlungen unter Galerie sieht das so aus:
Sammlung4

Nun zu den Veröffentlichungsdiensten:
Sammlung5

Hier lege ich einen Veröffentlichungsdienst mit Namen Galerie an.
Als Zielverzeichnis wähle ich bereits mein späteres Hauptverzeichnis.

Um die Unterordner brauche ich mich nicht kümmern, dass nimmt mir Lightroom im nächsten Schritt ab.

Nun noch die gewünschten Einstellungen für den Export definieren und der erste Teil wäre geschafft.

Immer noch die Sammlungen im Kopf? Jetzt brauche ich sie.
Auf dem eben erstellen Veröffentlichungsdienst erstelle ich jetzt einen sogenannten Veröffentlichungs Smart-Ordner.
Sammlung6
Sammlung7

Als Namen definiere ich die Sammlung (Achtung das wird auch automatisch der Unterordnername).
Als Quelle wähle ich „Sammlung“, als Bedingung „enthält alles“ und zu guter Letzt den Namen der Sammlung.

So, nun wird der Inhalt der Sammlung von diesem smarten Veröffentlichungsordner aufgegriffen.

Das gleiche Spiel jetzt noch mit dem zweiten Ordner, und dann sieht es wie folgt aus:
Sammlung8

Wie Du sehen kannst sind Bilder der Sammlungen nun auch im Veröffentlichungsdienst abgebildet.

Und warum mache ich das Ganze?
Weil ich Zeit sparen will.

Nun muss ich nicht mehr die Bilder manuell auf einen Veröffentlichungsdienst schieben.
Doch der größere Vorteil liegt in der Handhabung.

Im Ordner E:\Export\Galerie liegen nun die Unterordner Architektur und Landschaft.
Jedes Bild das ich nun zur Sammlung Landschaft oder Architektur hinzufüge, wird mit der nächsten Veröffentlichung (Rechtsklick und Auswahl „jetzt veröffentlichen“) in die Ordner abgelegt.
Fällt ein Bild raus, weil ich es aus der Sammlung entfernt habe, wird beim nächsten Veröffentlichen gelöscht.

Ich hoffe das war ein kleiner Denkanstoß was man denn so mit den Veröffentlichungsdiensten machen kann.

 

Making of „Ball of light“

Schaut mir über die Schulter.
Bei einem meiner letzten Bilder habe ich einen Mitschnitt gemacht. So könnt ihr sehen wie so ein Bild entsteht.

Das Ausgangsmaterial war folgendes Bild:

ball of light pre

Das Endprodukt sieht folgendermaßen aus:

ball of light post

Und hier ist das Video:


Viel Spaß beim zusehen.

Ps.: Manchmal macht es auch Spaß nicht freizustellen, sondern eine Maske zu malen. Mit der richtigen Musik im Hintergrund, ist das sehr entspannend…

Luminanzmasken

Luminanzmasken sind enorm hilfreich bei der Bildbearbeitung. Auf diese Techniken bin ich durch die Blogs von Tony Kuyper und Michael Breitung gestoßen (Beide Blogs sind Fundgruben an hilfreichem Wissen!). Seit diesem Zeitpunkt entdecke ich immer mehr Möglichkeiten mit Hilfe dieser Kanäle Bilder zu bearbeiten. Ob es nun um Kontrast-, Farbkontolle oder um die Vermeidung von Halos geht. Immer wieder stößt man auf neue Einsatzgebiete.

Aber bevor man sie einsetzt sollte man verstehen was sie bewirken und wie Masken und Kanäle funktionieren.

Eine Grundvoraussetzung ist das Verstehen das eine Maske wie ein Sieb wirkt. Die dunklen Bereiche blockieren das Licht oder das Wirken der entsprechenden Manipulation. Die hellen Bereiche lassen das Licht durch und die Änderung wirkt sich auf das Bild aus.

Ich setze hier ein bisschen Grundverständnis von Photoshop voraus und starte mit dem Erstellen der Kanäle. Ich brauche für die folgenden Aktionen die Kanäle und die Ebenen eingeblendet.

Wenn ihr das Erstellen der Luminanzmasken in einer Aktion aufzeichnet dann erspart ihr euch das Erstellen jedes Mal neu. Aus diesem Grund erstelle ich hier quasi ein volles Set.

Erstellung der Masken

Mit gedrückter Steuerungs-Taste auf das Bild des RGB-Kanals klicken.

Damit wird eine Helligkeitsauswahl des Kanals geladen. Mit Klick auf das zweite Icon von links in der Fußleiste der Kanäle wird eine Maske erstellt.

Luminanzmasken_01

Auswahl des Kanals

Es wird eine Maske (Alpha1) erstellt die die Helligkeitsverteilung des RGB-Kanals wiederspiegelt. Mit einem Doppelklick auf den Namen Alpha1 kann man die Maske umbenennen. Ich nenne diese Maske Lichter.

Luminanzmasken_02

Erstellen einer Maske

Nun wird es interessanter. Mit Hilfe einer Schnittmaske selektiere ich nun noch hellere Bildteile. Dies macht man indem man mit der gleichzeitig gedrückten Tastenkombination Shift(Umschalt), Steuerung, Alt auf das Bild des eben erstellten Kanals klickt. Nun werden noch hellere Bildteile selektiert und wie zuvor wird damit eine Maske erstellt (Klick auf das 2. Symbol in der Fußleiste). Diese Maske nenne ich Helle Lichter.

Luminanzmasken_03

Erstellen einer Schnittmaske

Dasselbe Spiel wiederhole ich noch zweimal. Man kann bereits erkennen dass sich mit der Maske nur noch die Lichter des Bildes selektieren lassen und Änderungen einer (Einstellung-)Ebene nur noch auf diese Bildteile auswirken. Diese Masken nenne ich Sehr helle und Super helle Lichter.

Luminanzmasken_04

Sehr helle Lichter

Luminanzmasken_05

Super helle Lichter

Um an die Schatten zu gelangen müssen wir das Bild nun invertieren/umkehren.
Ich blende nun alle eventuell eingeblendeten Masken aus (Augensymbol neben dem Bild der Maske) und stelle sicher dass ich keine Selektion aktiv habe (Strg – D). Nun erstelle ich eine Einstellungsebene Umkehren (Klick auf das Symbol des halbausgefüllten Kreises in der Fußleiste der Ebenen).

Luminanzmasken_06

Einstellungsebene Modus umkehren

Luminanzmasken_07

Einstellungsebene Modus umkehren

Damit wird das Bild invertiert und wir können wie zu Beginn mit dem Erstellen von den Masken weitermachen. Allerdings werden nun die dunklen Bildteile selektiert und hell dargestellt. Ausgehend von dem Kanal RGB erstelle ich nun eine Maske und nenne sie Schatten.

Luminanzmasken_08

Schatten

Wie bei den Lichtern erstelle ich so die Masken Dunkle Schatten, Sehr dunkle Schatten und Super dunkle Schatten. Man kann auch hier schön erkennen dass hier nur noch die Schatten selektiert werden. Mit diesen Masken kann man nun Farbstiche in den Schatten korrigieren und sie gezielt aufhellen, etc.

Luminanzmasken_09

Dunkle Schatten

Und jetzt gehen wir noch einen Schritt weiter. Mit Strg-A selektiere ich nun das gesamte Bild. Mit gedrückter Steuerung und Alt-Taste klicke ich nun auf Super hellen Lichter und ebenso auf die Super dunkle Schatten. Bei gedrückter Tastenkombination ist auch im Cursor ein Minus eingeblendet. Es werden also von der Selektion die sehr hellen und sehr dunklen Stellen abgezogen. Damit bleiben also nur die Mittentöne übrig und mit Klick auf das Maskensymbol erstelle ich eine Maske und nenne sie Mittentöne.

Eine weitere Maske erstelle nach dem gleichen Schema, allerdings ziehe ich die Sehr hellen Lichter und die Sehr dunklen Schatten ab. Diese Maske nenne ich verstärkte Mitteltöne.

Die letzte Maske erstelle ich mit Abzug der hellen Lichter und der dunklen Schatten. Hierbei erscheint die Meldung dass keine Pixel mit mehr als zu 50% ausgewählt sind. Die Maske nenne ich Sehr verstärkte Mittentöne. Diese Maske nutze ich gerne um Gradiationskurven mit S-Kurven zu erstellen. Es wird dabei der Mittenkontrast gesteigert ohne Einfluss auf die Lichter oder die Schatten zu nehmen.

Luminanzmasken_10

Auswahl für die verstärkten Mittentöne

Luminanzmasken_11

Hinweis

 

Mit diesem Set kann man nun Einfluss auf Bildteile nehmen ohne dabei ungewünschte Partien zu beeinflussen.

Beispiel: Möchte ich in diesem Bild nun den Himmel etwas abdunkeln ohne dabei das Gebäude zusätzlich abzudunkeln, gehe ich wie folgt vor. Ich selektiere die Luminanzmaske Sehr helle Lichter mit gedrückter Steuerungstaste und Klick auf das Bild der Maske. Mit der Auswahl aktiv erstelle ich nun eine Einstellungsebene Tonwert- oder Gradiationskurven. Dieser Einstellungsebene wird nun automatisch eine entsprechende Maske hinzugefügt und somit wirken meine Änderungen nur noch auf den Himmel.

Individualisierung des eigenen Arbeitsbereichs

Die Arbeitsbereiche in Photoshop geben euch die Möglichkeit das Aussehen des Programms an eure Bedürfnisse anzupassen. Photoshop bringt von Haus aus schon ein paar Varianten mit, die für verschiedene Zwecke konzipiert wurden (Grundelemente, Design, Fotografie…).

An diesem Beispiel möchte ich Euch zeigen welche Informationen ich gerne eingeblendet habe, und wie ich meinen Arbeitsbereich gestalte.

Als Ausgangspunkt wähle ich den Arbeitsbereich Fotografie. Wenn man sich die rechte Leiste ansieht ist hier schon einmal das Wichtigste eingeblendet (Histogramm, Korrekturen und Ebenen).

Photoshop_Aussehen_00

Arbeitsbereich Fotografie

Photoshop_Aussehen_01

Arbeitsbereich Fotografie

 

Allerdings kann man hier noch eine Menge Rädchen drehen um die Ansicht aufzupeppen.

Klickt man auf die kleinen Icons am rechten Rand des Reiters so öffnen sich zusätzliche Darstellungs- Einstellmöglichkeiten. Im Fall des Histogramms kann z.B.: zur erweiterten Ansicht wechseln.

Photoshop_Aussehen_02

Erweiterte Ansicht einblenden

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Darstellung Erweiterte Ansicht

Ich persönlich verwende diese Ansicht gerne, da sie zusätzlich zu einer breiteren Darstellung des Histogramms auch den Vorteil hat, Bildinformationen mitzuteilen. Im Modus Quelle aktualisiert es die Werte je nachdem wo ihr euch mit der Maus/Stift im Bild befindet. Der Modus Gesamtes Bild gibt euch einen Überblick wie es denn um das Bild im Allgemeinen steht. Die Darstellung des Histogramms kann auch über die Auswahl Kanal: verändert werden. Persönlich blende ich mir, zum besseren Erkennen der Farbverteilung, immer gerne den Modus Farben ein.

Photoshop_Aussehen_07

Moduswechsel Histogramm

Als nächstes empfehle ich euch das Fenster Info einzublenden. Ihr könnt dies über Fenster > Info oder den Shortcut F8 erreichen. Das Fenster Info bietet, ähnlich wie das Histogramm die Möglichkeit Werte des Bildes auszulesen und darzustellen. Klickt ihr auf den Reiter des Fensters und zieht in bei gedrückter Maus- /Stifttaste unter das Histogramm erscheint eine blaue Linie. Sobald ihr die Taste loslässt wird das Fenster dort eingegliedert.

Photoshop_Aussehen_04

Fenster Info

Mit einem Klick auf das Icon rechts oben wird ebenso der Dialog für die Bedienfeldoptionen eingeblendet.

Photoshop_Aussehen_05

Bedienfeldoptionen Fenster Info

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Bedienfeldoptionen Fenster Info

Das Infofenster bietet hier auch die Möglichkeit sich das Farbprofil, die Dokumentenmaße usw. einzublenden. Ist der Haken bei Quickinfos gesetzt zeigt euch das Infofenster immer wieder kleine Tooltipps zum aktuell ausgewählten Werkzeug. Dies kann für Anfänger durchaus interessant sein.

Ich empfehle immer die Arbeitsdateigröße anzuzeigen. Dieser Wert zeigt euch wie stark der Arbeitsspeicher der Maschine schon belastet ist. Ebenso blende ich mir immer das Druckprofil und die Dokumentmaße ein.

Mit diesen kleinen Änderungen haben wir folgende Ansicht erreicht:

Photoshop_Aussehen_08

Ansicht nach den Änderungen

Setzt ihr mehrere Monitore ein so könnt ihr die Platzierung der Leisten ändern und sie auf den zweiten Monitor verschieben. Das bietet die Möglichkeit sich viel Platz für die Ansicht der Arbeitsfläche zu schaffen.

In meinem Fall sieht das so aus:

Photoshop_Aussehen_12

Beispiel Hauptmonitor

Photoshop_Aussehen_11

Beispiel Nebenmonitor

In diesem Tipp möchte ich ohne zu sehr auch Farbmanagement und Profile einzugehen auf die Arbeitsumgebung eingehen.

Warum sieht mein Bild ausgedruckt/ausbelichtet anders aus?

Diese Frage wird sich jeder schon einmal gestellt haben.

Hierfür können sehr viele Fehlerquellen in Frage kommen. Auch das bestkalibrierte System kann durch das Umfeld beeinträchtigt werden. Selbst wenn alles bestens eingestellt ist, kann unsere Wahrnehmung der Farben von simplen Faktoren wie z.B.: vor einer knallroten Wand platzierter Monitor, ausgetrickst werden.

Was kann ich tun?

Um eine neutrale Farbwahrnehmung zu gewährleisten muss man meiner Meinung nach keine Laborbedingungen nachstellen. Oft reicht dass rund um den Monitor nicht eine einzige Farbe dominiert. Nun den Raum neutralgrau würde wohl auch aufs Gemüt drücken und ob das den Bilder zuträglich ist, wage ich zu bezweifeln.

Ebenso sollte kein direktes Licht auf dem Monitor fallen. Direkt auf den Monitor einfallendes Tages- oder Halogenlicht (Spot) verfälscht ebenso die Farbwahrnehmung. Hier hilft eine Blende rund um den Monitor. Für viele Monitore ist eine Blende erhältlich, man kann sie sich aber auch ohne großen Aufwand selbst basteln.

Der Raum sollte auch nicht mit Tageslicht (Sonneneinstrahlung) überflutet sein. Ideal finde ich einen leicht abgedunkelten Raum.

Auch wenn es vielleicht nicht besonders viel erscheint. Aber der Ort an dem ihr eure Bilder bearbeitet, beeinflusst euer Ergebnis. Je neutraler die Umgebung, und je weniger sie sich verändert desto reproduzierbarer, und farbneutraler sind eure Ergebnisse. Wir alle kennen den Effekt wenn man minutenlang in einen Swimmingpool sieht und sich danach die Umgebung ansieht. Unser Gehirn hat das Blau als vorherrschende Grundstimmung wahrgenommen und die Farbwahrnehmung wurde dahingehend verändert/gefiltert.