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Das Haus ist da! Woche 1

Hausbau

Gerüst und Haus aufstellen

Unser Haus wird geliefert und aufgestellt.

Endlich ist es soweit. Nach Jahren der Planung sehen wir endlich ein Ergebnis.

10.07.2018 - 13.07.2018

Das Wolfhaus wird geliefert! Zuvor wurde noch das Gerüst am Bauplatz aufgestellt und gesichert. Das ging auch erstaunlich schnell von statten. Das Gerüstsystem ist einfach zusammenzubauen und meine Arbeit war großteils nur Material hinzutragen und hoch zu heben. Die Wolfmitarbeiter steckten sie dann in Windeseile zusammen und sicherten das Bauwerk ab. Die Träger und Platten sind, wenn richtig getragen, kein Problem. Die Menge macht einen aber dann doch mürbe...

Am 11.07. war es dann soweit. Um 07:00 Uhr wurden noch in aller Hast die letzten Vorbereitungen getroffen ehe gegen 07:45 der erste Sattelzug mit Kranwagen eintraf. Sowie die Werkzeuge und Materialien für den Aufbau in die entsprechenden Zimmer gehoben wurden, schnappte sich der Kran auch schon die erste Außenwand. Wand für Wand wurde dann eingehoben. Inzwischen war es meine Aufgabe immer für genug Beton zu sorgen und am Untergrund, auf dem die Wand abgestellt wurde, einen Betonsockel entsprechend aufzutragen und glatt zu ziehen. Da dies sehr zügig ging, ist man oft in Zeitnot. Der erste Sattelzug war gegen 11:00 Uhr abgeladen und die Außenwände und Innenwände des Erdgeschosses waren fertig zusammengestellt. Es folgten dann die Deckenelemente, wobei zuvor an jeder Wand noch die zusätzliche Abdichtung verlegt werden musste. Alles ging unglaublich schnell, und man ist tief beeindruckt wie organisiert und gut konzipiert so etwas abläuft. Die Monteure der Fa. Wolf verstehen sich blind und wuseln wie im Ameisenhaufen herum. Der Spagat nicht im Weg zu sein, gleichzeitig aber alle Kommandos auszuführen lässt Stress aufkommen. Zu Mittag war das Erdgeschoss fertig abgedeckt und wieder einmal meinte das Wetter sich einmischen zu müssen! Regengüsse begleiteten uns beim Obergeschoss. Als dies fertig aufgestellt war, hatten wir einen 3 cm tiefen Pool. "Wir stellen 300 Häuser im Jahr auf. Das Wetter kann man sich dazu nicht aussuchen..." - lapidar wurden meine Ängste nebenbei zerstreut (Sie sollten Recht behalten - 5 Tage nach dem Aufstellen war das gesamte Haus wieder staubtrocken). Um 18:00 Uhr war dann auch Dachboden fertig. Es wurde das Gerüst oben um den Fallbereich und die zusätzlichen Absicherungen erweitert und die Balken für den Dachstuhl wurden ausgetragen. Fein säuberlich nach Plan (Jeder Balken war mit einer Nummer versehen und wurde entsprechend des Planes ausgetragen). Die Zimmerleute haben die Balken und Träger verbunden. Zu guter Letzt gab es noch eine behelfsmäßige Plane, gegen den Regen, drüber. Innerhalb eines Tages wurde das Haus aufgestellt!
Zuvor wirkte die Kellerdecke klein und viele, die meinten dass das Haus ja eh sehr klein werden würde, wurden lügen gestrafft. Erst jetzt sah man wie groß es tatsächlich wurde und ich bin überrascht wie viel Platz wir in Zukunft haben werden. Müde, ausgelaugt dennoch Stolz geht es ins Bett und der Körper fordert seinen Tribut.

Am 12.07. ging es in der Früh gleich aufs Dach. Der Dachstuhl wurde fertiggestellt und das Unterdach gemacht. Gut das der Kranwagen in der Zwischenzeit immer alle Materialien auf Dach gehievt hat. Auf die Unterdachkonstruktion wurde die Folie verlegt und auch gleich mit dem nächsten Wolkenbruch getestet. Als Draufgabe schlugen auch gleich 2 - 3 cm große Hagelkörner ein. Wir strömten sofort aus und versuchten alle Baustoffe in Sicherheit zu bringen. Eine Regenrinnenblech hat es nicht geschafft und wurde Opfer des Hagels. Am Nachmittag ging es dann Innen los. Zu aller erst wurde das große Badezimmer im OG verklebt. Teufelszeug! Mit Kautschuck-Bitumen-Bahnen wurde eine Wanne gelegt damit kein Wasser in die Holzkonstruktion gelangen kann. Dieses klebrige Zeug ist eine Herausforderung. Wo man es hinklebt, da bleibt es auch. Keine Chance es zu verrücken oder zu korrigieren! Innen ging es dann weiter mit dem zusätzlichen Befestigen der Deckenelemente zueinander. Ich höre immer noch das Knallen der Pressluftklammermaschine. Cooles Teil. Es wurden Latten in entsprechender Größe zurechtgeschnitten und jeden Meter an die Decke geheftet. Nebenbei wurde jede Verbindung und jede Fläche auf Beschädigungen kontrolliert und zur Not mit Airstop-Bänder verklebt. Am Dach montierten inzwischen die Monteure die Dachrinne und erledigten die Spenglerarbeiten.

Der 13.07. drehte sich um die genaue Verankerungen der Wände. Jede Wand wurde exakt positioniert und mehrfach kontrolliert. Dann ging es aufs Dach die Konterlattung zu machen. Zu Mittag verabschiedeten sich die Wolf-Leute, und gaben mir meine Hausübung für das Wochenende. Verankerung setzen und Untersicht streichen, sowie Stösse heften.

14.07.2018 - 15.07.2018

Am Wochenende galt es die Hausübung bis Montag fertig zu haben. Schneiden, flexen, bohren, hämmern und streichen. Wir hatten ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm das sich knapp aber doch ausging. Mein Vater hat der Untersicht den finalen Anstrich verpasst. Ich bin mit Schlagbohrer, Akkuschrauber und Hammer durch das Haus gewütet. Das Anker setzen war aufwendiger als gedacht. Beim Heften konnte man dann seine Aggressionen abbauen.

Die erste Woche war geschafft und das Haus stand bereits, Außenhülle geschlossen, am Grund. Was für ein Gefühl!

Was gab es zu lernen?

Wieder wurde der eigene Horizont gehörig verschoben.
Hier wird mit so einer Professionalität heran gegangen dass man oft perplex ist. Man sieht dass jede Partie Jahrein jahraus mehrere Häuser im Dreiwochenrythmus aufstellt. Eingespielt und fast blind spulen sie ihr Programm runter und man kann kaum mit dem eingespielten Team mithalten.
Keine 10 Minuten bleiben ungenutzt. Zeit- und Arbeitsmanagement sind perfekt abgestimmt.
Die Aufgaben waren in der ersten Woche nun nichts grundsätzlich Neues. Die Herangehensweise und die Vorbereitung war viel genauer als wir das für uns selbst wohl gemacht hätten. Es wird kein Handgriff zuviel gemacht. Allerdings ist hier auch gehöriger Zeitdruck dahinter.
Betonieren, Holzarbeit, die übliche Schrauberei und Bohrerei. Alles Dinge die man sicher schon öfter im Leben gemacht hat.
Die Menge und der Zeitdruck erfordern es aber, dass man besser mit der eigenen Zeit umgehen lernt und sich die Arbeitsschritte genauer vorbereitet.

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