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Zwischen Keller- und Hausbau 02.06.2018 bis 11.07.2018

Fertigstellung des Kellers und Vorbereitung für das Haus

Kellerisolation, -hinterfüllung und Verdichtung des Erdreichs

Das graue Ungetüm muss unter die Erde.

Leichter gesagt als getan. Zuerst muss noch Vieles getan werden.

02.06.2018 - 18.06.2018

Nach dem ausgiebigen Giessen (vielen Dank für die Leihe des Bewässerungscomputers an Stefan!) der Kellerdecke ging es das Abdichten. Es kostet Überwindung bei brütender Hitze sich ins blaue Ganzkörperkondom (Schutzanzug) zu zwängen um Hohlkelle und Isoliergrundanstrich (F) aufzutragen. Da wir immer nach der regulären Arbeit, abends und an den Wochenenden arbeiteten, dauerte dies 11 Tage... Es mussten in etwa 120 m² mehrfach gestrichen werden.

Tipp: Achtet auf die Dämpfe - besonders im Sommer!

Nebenbei wurde der Keller mehrfach ausgepumpt. Ja, er ist dicht. Nur leider können die Öffnungen (Stiegenhaus und diverse kleinere) nicht entsprechend gegen die Regenmassen gesichert werden. Mit ein paar Tauchpumpen und Nass-Trockensauger wurde gegen die Wassermassen gekämpft. Don Quichotte wäre vor Neid erblasst.

Nachdem die Sonne wieder sengend über der Baustelle thronte gingen wir den Isolieranstrich mit Isolan an. Teufelszeug!
Wieder im blauen Vollkörperanzug, und mit Zahnkelle bewaffnet, ging es in die Grube um Schicht für Schicht den Schutzanstrich aufzutragen. Nach etwas Übung beschloss ich die blaue Dusche auszuziehen und es mit Vorsicht zu riskieren. Feststellung: Isolan verklebt die Körperhaare! Nach diversen Versuchen wieder zur Haut vorzudringen, jedoch bevor ich zum Rasierer griff, fand meine Frau Putztücher ("Scrubs in a Box" - gutes Zeug) die bitumenhaltige Verunreinigungen sauber machen. Was für ein Glück! Mit besonderer Vorsicht und nun auch schon weit geübter wurden die restlichen Schichten aufgetragen. Wir haben überall zwei Schichten Isolan (mit entsprechender Trocknung dazwischen) aufgetragen.

Tipp: Investiert in geeignete Putzmittel vor der Patzerei...

19.06.2018 - 29.06.2018

Um die Erinnerung an die schwarze Sauerei zu verdrängen, gingen wir als nächstes die Dämmplatten an der Außenwand des Kellers an.
Mit 10cm Steinodurplatten wurden Wand und Sockel neu eingekleidet (btw. in einen Dacia Logan MCV 2 passen 3 Packungen Steinodur :) ). In Ermangelung eines heißen Drahtschneiders haben wir Stichsäge und Fuchsschwanz für uns entdeckt. Das ging weitgehend problemlos von statten, brauchte nur viel Zeit (die man beim Hausbau ja ohnehin hat....). Die Steinodurplatten wurden dann zusätzlich noch mit speziellen Dübel an der Wand verankert. Vielen Dank an meinen Vater der mit dem Bohrhammer die Runden drehte!

30.06.2018 - 31.06.2018

Ab unter die Erde! Schweres Gerät donnert über die Baustelle. Zuerst wird das Drainagerohr und der Schotter sowie das Fließ verlegt. Dann wird mit Erde Schicht für Schicht aufgefüllt. Immer wieder wird dazwischen mit der Rammax-Walze geplättet. Leider sind große Teile der Erde nass und so muss immer wieder umgeschichtet werden. Schlussendlich haben die Männer mit dem schweren Gerät es doch in beeindruckender Zeit geschafft. Danke Daniel und Patrick!

01.07.2018 - 10.06.2018

Das Haus naht und der Boden muss nochmals befestigt und Schotter verteilt werden (damit das Gerüst nicht einsinkt). Leider sind auch wieder die Pumpen gefordert da die Wolken wieder einmal einen feuchten Bombenteppich über der Baustelle entluden. Bevor das Haus kommt wurde nochmals der Keller exakt vermessen und auch die Aufdopplung gesetzt. Das Niveau war perfekt und musste nicht korrigiert werden.

Rohbaukeller fertig - Was habe ich gelernt?

Kellerbau ist schwere körperliche Arbeit. Unterschätzt nicht den persönlichen Einsatz bzw. die Anforderung an die Helfer!
Werkzeug ist das Wichtigste. Unglaublich wie schnell man an die Grenzen von herkömmlichen Werkzeug kommt. Mit dem richtigen Material geht alles viel viel leichter!
Wissen und gute Planung sind enorm wichtig. Mit den richtigen Leuten und dem richtigen Knowhow wird die Arbeit effektiv und effizient erledigt.
Jede Hand zählt! Ich bin allen helfenden Händen enorm dankbar. Wir hatten leider viele krankheitsbedingte Ausfälle. Das unglaubliche Arbeitspensum der Wolf-Mitarbeiter und der tolle Einsatz der Helfer haben uns aber dennoch einen pünktlichen Abschluss beschert.

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